Gymnasium

Die Bewirtschaftung von kommunalen Gebäuden steht und fällt mit der präzisen Erfassung der Ausgangssituation. Besondere Bedeutung hat dabei das Aufmaß für alle Flächen. Wichtig ist das gerade für die Reinigungsleistungen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Reinigungen durch fremde Firmen oder durch eigene Kräfte der Kommunen realisiert werden.

In jedem Falle ist ein korrektes Aufmaß eine unerlässliche Voraussetzung für eine qualifizierte Reinigung.

Wie wichtig – und manchmal auch teuer – ein unkorrektes Aufmaß ist, zeigt das Beispiel einer kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Das örtliche Gymnasium hatte laut den vorliegenden Unterlagen in der Stadtverwaltung eine Fläche von

12.766,79 m².

Nach dem neuen Aufmaß stellte sich heraus, dass tatsächlich zu reinigenden Flächen nur

11.371,59 m²

betragen. Es existiert eine Differenz von 1.395,20 m². Diese Stadt bezahlt also die Reinigung einer Fläche von 12 %, die es gar nicht gibt. Sie meinen, das ist doch nicht so schlimm?

Dann schauen Sie sich mal die folgenden Zahlen an: Für die Reinigung des Gymnasiums mit eigenem Personal gab die Stadt ca. 204.000 € jährlich aus.
Berücksichtigt man die tatsächliche Fläche spart die Stadt jedes Jahr etwas mehr als

20.000,00 €

an Reinigungskosten ein. Dabei ist es egal, ob Eigen- oder Fremdreinigung stattfindet.

Das alte Aufmaß war ca. acht Jahre alt. Keiner kann sich erklären, wo diese Abweichungen herrühren.

Es war davon auszugehen, dass auch in anderen Gebäuden der Stadt ähnliche Differenzen auftreten. Das belegen auch Erfahrungen in anderen Städten und Gemeinden. Um schnell Klarheit zu bekommen, welches Ausmaß die Abweichungen in den anderen kommunalen Gebäuden haben, hat die Stadt durch ein externes Büro alle 29 Gebäude neu ausmessen lassen. Das Ergebnis war erschreckend:

Nur bei 2 kleineren Feuerwehrgerätehäusern stimmten das alte und das neue Aufmaß überein. Die restlichen 27 Gebäude enthielten Abweichungen nach oben und nach unten.

In 8 Gebäuden zeigte das neue Aufmaß größere Flächen an. Die Abweichungen bewegen sich zwischen 3,01 Prozent und 167,13 Prozent.

Für 19 Gebäude waren die tatsächlichen Flächen kleiner als die ausgewiesenen Flächen.

Für alle Objekte der Stadt ist die tatsächliche Fläche 5,69 Prozent kleiner als bisher angenommen.

Solche Differenzen entwickeln sich im Laufe von mehreren Jahren häufig unbemerkt, wenn Umnutzungen, bauliche Veränderungen oder sonstige räumliche Veränderungen stattfinden. Oder es ist so, dass Räume temporär nicht gereinigt werden.

 

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